| Demografische
Strukturdaten der Wahlberechtigten* vor der Kommunalwahl vom 3.3.2002 auf der
Basis der neuen Stimmbezirke Nicht nur im Vorfeld einer Wahl sondern auch zur Analyse ihrer Ergebnisse sind demographische Strukturdaten der wahlberechtigten Bürger von großem Interesse. Um dabei den räumlichen Strukturen einer Großstadt wie München differenziert gerecht zu werden muss allerdings dafür gesorgt werden dass Bevölkerungsdaten und Wahlergebnissen so kleinräumlich wie möglich und zwar auf der identischen Einheit verfügbar gemacht werden. Zur Erzielung einer für den Bürger
zumutbaren und für die Verwaltung handhabbaren Stimmabgabe bei Wahlen ist
das Stadtgebiet in Stimmbezirke eingeteilt, denen jeweils ein Wahllokal
zugeordnet ist. In der Vergangenheit arbeitete man mit historisch gewachsenen
Bereichen, die aber weder von ihrer räumlichen Zusammensetzung her noch
von den gestiegenen Anforderungen im Hinblick auf die Weiterverarbeitung der
gewonnenen Wahldaten systematischen Grundsätzen entsprachen. Die derzeitigen Stimmbezirke eignen sich somit nicht nur hervorragend für die raumbezogene Darstellung, sondern durch Verknüpfung mit weiteren vorliegenden Sachdaten für alle analytischen Arbeiten mit Wahlergebnissen. Deshalb sind sie auch die räumliche Basis für die vorliegenden Strukturdaten. Wahlberechtigt zur Oberbürgermeister- und
Stadtratswahl sind alle deutschen Staatsangehörigen, sowie alle
Staatsangehörigen eines anderen EU-Mitgliedsstaates, die am Wahltag das
18. Lebensjahr vollendet haben und sich seit mindestens drei Monaten in
München mit dem Schwerpunkt ihrer Lebensbeziehungen aufhalten
(Hauptwohnsitz) und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Wegen des für die Datenaufbereitung erforderlichen Vorlaufs wurden zur Darstellung der Situation vor den bevorstehenden Kommunalwahlen mit Hilfe von ZIMAS die Wahlberechtigten nach folgenden Kriterien aus dem Bevölkerungsbestand des Melderegisters vom 30.9.2001 selektiert.
Abweichungen zu den offiziellen, erst 35 Tage vor der Wahl für Zwecke der Wählerlisten abgezogenen Zahlen Wahlberechtigter sind demnach unvermeidlich, auch weil die vom Wahlrecht ausgeschlossenen Personen von uns ebenso wenig berücksichtigt werden können wie die Aufenthaltsdauer in einem Bezirk. Auch die Abgrenzung der Stimmbezirke spiegelt den Stand vom 30.9.2001; in wenigen Bezirken ist es seither zu geringen Modifikationen gekommen. An den darzustellenden Strukturen ändert dies jedoch nichts. Hier sind nun diejenigen Daten, nämlich Alter, Geschlecht, Deutsche/ EU-Ausländer und Hauptkonfessionen über die Münchner Wahlberechtigten, die nach allgemeiner Erfahrung im Zusammenhang mit deren Wahlverhalten gesehen werden können. Sicherlich gibt es darüber hinaus Merkmale, vor allem im sozialen und wirtschaftlichen Bereich, die stärker mit dem Wahlverhalten korrelieren als die hier gebotenen. Diese sind jedoch - u. a. aus Datenschutzgründen - nicht in der uns zugänglichen Quelle Melderegister gespeichert. Die Kartendarstellung, die zur räumlichen Orientierung des Betrachters, aber auch als Analyse Instrument dient, bezieht sich auf die Konfessionszugehörigkeit der Wahlberechtigten, ein Merkmal das von den zur Verfügung stehenden am engsten mit dem Abstimmungsverhalten in Verbindung steht. Andere Datenkombinationen und thematisch-kartografische Auswertungen sind auf Anfrage im Statistischen Amt durchführbar.
Zum Betrachten der Karten bitte den jeweiligen Stadtbezirk anklicken (.doc-File). |