EUROPAWAHL 13.06.2004

Amtliches Endergebnis In München

Das Wichtigste auf einen Blick

Insgesamt gab es 760 Stimmbezirke, davon 104 Briefwahlbezirke.

Zur Wahl standen 23 Parteien.

1. Wahlbeteiligung

  • Von insgesamt 835 708 Wahlberechtigten in 760 Wahlbezirken gaben 38,9% (absolut: 324 737) ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung war somit um 20,1 %–Punkte niedriger als bei der letzten Europawahl (99: 59,0 %). 86 553 Münchner Wähler nutzten dabei die Möglichkeit der Briefwahl, das sind 26,7 % aller Wähler.
  • Insgesamt waren 2 177 Stimmen ungültig. Der Anteil ungültiger Stimmen beträgt 0,7%.

2. Gesamtstadt–Ergebnisse

  • Die CSU erhielt in München mit 41,7 % (absolut 134 512) die meisten Stimmen, das entspricht einem Minus von 6,7 %–Punkten gegenüber der letzten Europawahl 1999 (Ergebnis 99: 48,4 %).
  • Die Grünen erhalten 23,3 % der Wählerstimmen (absolut 75 317) und werden damit zweitstärkste Partei in München. Die Grünen konnten ihr Ergebnis im Vergleich zur Europawahl 99 (Ergebnis 99: 11,9 %) um 11,4 %–Punkte verbessern und sind somit die deutlichen Gewinner dieser Wahl.
  • Auf die SPD entfielen 18,8 % (absolut: 60 674) der Wählerstimmen, das sind 10,3 %–Punkte weniger als 99 (Ergebnis 99: 29,1 %).
  • Stimmengewinne bei der FDP. Mit 6,0 % der Stimmen (absolut 19 444) verbesserte sich die FDP um 2,9 %–Punkte gegenüber der letzten Europawahl (Ergebnis 99: 3,1%).
  • Die Republikaner erhielten 1,2 %, die ödp 1,9 %, die PDS 1,6 %, Mensch Umwelt Tierschutz 1,1 %, die Bayernpartei 0,7 %, die Feministische Partei Die Frauen 0,4 %, die Grauen 0,9 %, die NPD 0,3 %, die Partei Bibeltreuer Christen 0,2 %, die Christliche Mitte 0,1 %, die Bürgerrechtsbewegung Solidarität 0,1 %, die Deutsche Zentrumspartei 0,1 %, das Bündnis für Deutschland 0,4 %, die Aktion unabhängige Kandidaten 0,2 %, der Aufbruch für Bürgerrechte 0,3 % , die DKP 0,1 %, die Deutsche Partei 0,2 %, die Familien–Partei Deutschlands 0,4 % und die Partei für Soziale Gleichheit 0,0%.

3. Ergebnisse in den Stadtbezirken

  • In 21 Stadtbezirken erhielt die CSU die Mehrheit. In 4 Stadtbezirken (Ludwigvorstadt – Isarvorstadt, Maxvorstadt, Au – Haidhausen und Schwanthalerhöhe) waren die Grünen die Mehrheitspartei.
  • Im 1.Stadtbezirk Altstadt–Lehel erhielt die CSU 37,9 %. An zweiter Stelle landeten die Grünen mit 29,6 %, gefolgt von der SPD mit 15,5 % und der FDP 9,6 %.
  • Mit 40,6 % führen die Grünen im 2.Stadtbezirk Ludwigvorstadt – Isarvorstadt vor der CSU 27,7 % und der SPD 16,7 %. Die FDP kam hier auf 6,0 %.
  • Im 3.Stadtbezirk Maxvorstadt erhielten die Grünen mit 34,2 % die meisten Wählerstimmen. Die CSU wählten 31,2 % der Wähler. Die SPD erhielt 17,7 % und die FDP 8,6 %.
  • Im 4.Stadtbezirk Schwabing–West erreichte die CSU mit 33,8 % die Mehrheit. Die SPD kam auf 20,9 %, die Grünen auf 30,1 % und die FDP auf 6,7 %.
  • Die Mehrheit im 5.Stadtbezirk Au – Haidhausen erhielten die Grünen mit 38,0 % der Wählerstimmen. Die CSU erreichte 29,2 %, die SPD 17,8 % und die FDP 5,9 %.
  • Mit 33,0 % führt die CSU im 6.Stadtbezirk Sendling vor den Grünen mit 31,4 %. Die SPD erreichte 19,7 %, die FDP 5,0%.
  • Im 7.Stadtbezirk Sendling–Westpark erhielt die CSU 43,3 % und somit 21,1%–Punkte mehr als die Grünen (22,2 %). Die SPD kam auf 19,4 %, die FDP auf 5,2 %.
  • Mit 35,8 % erhielten die Grünen im 8.Stadtbezirk Schwanthalerhöhe die Mehrheit. Die CSU erreichte 28,2 %, die SPD 18,7 %, die FDP 5,2 %.
  • Mit 37,0 % führt die CSU im 9.Stadtbezirk Neuhausen vor den Grünen, die 27,9 % erreichten. Die SPD kamen hier auf 18,8 % der Stimmen, die FDP auf 6,1 %.
  • Im 10.Stadtbezirk Moosach erhielt die CSU 44,8 %, gefolgt von der SPD mit 21,1 %. Die Grünen erhielten 17,0 %, die FDP 4,8 %.
  • Im 11.Stadtbezirk Milbertshofen – Am Hart führt die CSU mit 42,2 % der Stimmen vor der SPD, die 22,4 % erreichte. Die Grünen kamen auf 18,0 % der Stimmen, die FDP auf 5,0 %.
  • Im 12.Stadtbezirk Schwabing–Freimann votierten 38,4 % der Wähler für die CSU. Die Grünen erhielten 24,2 %, SPD 19,5 %, die FDP 7,7 %.
  • Im 13.Stadtbezirk Bogenhausen erhielt die CSU mit 44,5 % die meisten Stimmen. Die Grünen erreichten 20,0 %, die SPD 18,7 % und die FDP 8,2 %.
  • Mit 43,3 % führt die CSU im 14.Stadtbezirk Berg am Laim vor der SPD, die 21,0 % erreichte. Die Grünen kamen auf 18,4 % der Stimmen, die FDP auf 5,0 %.
  • Im 15.Stadtbezirk Trudering – Riem erreichte die CSU ein Top–Ergebnis von 52,0 % und somit 33,7%–Punkte mehr als die Grünen (18,3 %). Die SPD erhielten 14,8 %, die FDP 6,9 %.
  • Im 16.Stadtbezirk Ramersdorf – Perlach erhielt die CSU mit 45,8 % die meisten Stimmen. Die SPD erreichte 20,2 %, die Grünen kamen auf 17,4 % der Stimmen, die FDP auf 4,8 %.
  • Im 17.Stadtbezirk Obergiesing erhielt die CSU 37,1 % und somit 13,2 %–Punkte mehr die Grünen (23,9 %). Die SPD erhielt 21,0 %, die FDP 4,7 %.
  • Im 18.Stadtbezirk Untergiesing – Harlaching stimmten 41,5 % der Wähler für die CSU, für die Grünen stimmten 25,2 % der Wähler. Die SPD kam auf 17,4 %, die FDP auf 6,1 %.
  • Mit 46,8 % geht die CSU im 19.Stadtbezirk Thalkirchen – Obersendling – Forstenried – Fürstenried – Solln deutlich in Führung vor den Grünen mit 19,1 % und der SPD mit 18,1 %. Die FDP kam hier auf 6,5 %.
  • Im 20.Stadtbezirk Hadern erreichte die CSU mit 49,4 % die Mehrheit. Die SPD erhielt 18,4 %, die Grünen 16,3 % und die FDP 5,7 %.
  • Im 21.Stadtbezirk Pasing – Obermenzing wählten 45,6 % die CSU. Die Grünen kamen auf 22,7 %, die SPD auf 16,4 %, die FDP auf 6,6 %.
  • Im 22.Stadtbezirk Aubing – Lochhausen – Langwied erreichte die CSU ebenfalls ein Top–Ergebnis von 51,8 %. Die SPD kam auf 18,2 % der Stimmen, die Grünen auf 15,2 % und die FDP auf 3,9 %.
  • Mit deutlichem Abstand führt die CSU im 23.Stadtbezirk Allach – Untermenzing. Die CSU erhielt 51,7 % der Stimmen. Weit zurück lagen die Grünen mit 17,1 % und die SPD mit 16,9 %. Die FDP kam auf 5,2 %.
  • Im 24.Stadtbezirk Feldmoching – Hasenbergl erreichte die CSU mit 51,7 % die Mehrheit. Die SPD kam auf 20,0 %, die Grünen auf 12,2 % und die FDP auf 4,1 %.
  • Im 25.Stadtbezirk Laim erhielt die CSU 42,4 %, die SPD 20,5 %. Die Grünen kamen auf 21,1 % und die FDP auf 4,8 %.

4. Ergebnis in den Wahlbezirken (auf Basis der 656 Urnenwahlbezirke)

  • Stimmenmehrheiten: Bei der graphischen Darstellung der Stimmenmehrheit mittels thematischer Stadtkarten zeigt sich die Münchenkarte schwarz mit einer Anhäufung grünen Enklaven im und um das Stadtzentrum herum.
  • Aus der graphischen Darstellung der Wahlergebnisse für die CSU lässt sich grob sagen: Je weiter der jeweilige Stimmbezirk vom Stadtkern entfernt ist, umso besser fällt das Wahlergebnis für die CSU aus – dies gilt insbesondere für den Nord–Westen und Westen.
  • Umgekehrt zeigt sich bei den Wahlergebnisse der Grünen besonders deutlich folgende Tendenz: Je näher der Stimmbezirk am Stadtzentrum, umso höher der Stimmenanteil der Grünen. Auch hier stellt insbesondere Riem mit vergleichsweise hohen Wahlergebnissen für die Grünen eine Ausnahme in den Randbereichen dar.
  • Die Wahlergebnissen der SPD zeichnen ein vergleichsweise diffuses Bild. Auf dem ersten Blick ist für die SPD keine regionale Tendenz bezüglich der Stimmenverteilung erkennbar. Die SPD konnte lediglich in einem einzigen Wahlbezirk (1407 im Stadtbezirk 14 „Berg am Laim“) die Mehrheit erzielen.
  • Wahlergebnisse der FDP: Die besten Ergebnisse erzielte die FDP – wie je her vor allem im Osten Münchens sowie in der „Südspitze“.
   
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